Seit jeher lösen sich die Kinder vom Rochzipfel der Mutter und wollen ihre Füße auch nicht länger unter den Tisch der Eltern stellen. Sie ziehen aus.
Oder: Sie versuchen es zumindest.
Sie möchten mit aller Kraft auf eigenen Beinen stehen, sich verwirklichen und womöglich sogar eine eigene Familie gründen. Mancher hat es aufgrund eines „Versehens“ sogar ganz eilig.
Jetzt ist dieses bewährte System aber unterbrochen. Ja, es ist in Gefahr.
Nicht, weil die Kinder nicht mehr in die Welt ziehen (welche Eltern haben auch langsam genug und nichts wollen sie weniger als einen Nesthocker).
Schneller als jemals gedacht, wird das Heim der Eltern zum Mehrgenerationenhaus.
Mutter – Schwiegertochter, Schwiegersohn – Vater, Geschwister, Kleinkinder, traditionelle Erziehungsmethoden – moderne Ideen, strenge Tagesabläufe – Schlendrian, ….
Es riecht nach Ärger. Nein: Ärger ist vorprogrammiert.‘
Jedoch, der Nachwuchs hat verdammt schlechte Karten, nirgendwo findet er bezahlbaren Unterschlupf. Schon gar nicht einen, von dem er schon von Kindesbeinen an geträumt hat. Nichts ist damit, mit dem Partner zusammenzuziehen, einen eigenen Hausstand zu gründen, an eigene Kinder zu denken oder dem sehnlichen Wunsch endlich ein selbstbestimmtes Leben führen zu dürfen.
Junge Leute machen sich eigentlich wenige Kopfzerbrechen über die Barrieren, die dem Eigenleben im Wege stehen. Erst wenn es soweit sein soll, tritt sie der Schlag.
(Bild ai = Traurige Kreditsituation. Beim Bankberater gibt es ein „NO“)
Mehr dazu haben Heike Anger und Silke Kersting in ihrem Artikel „Wie der Staat den Zugang zu Wohneigentum erleichtern könnte“ herausgearbeitet und ihn uns im Handelsblatt zu Verfügung gestellt:
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/eigenheim-wie-der-staat-den-zugang-zu-wohneigentum-erleichtern-koennte/100107501.html