Wird der politisch wenig vorbelastete Zukunftskanzler der CDU/CSU „Herr Merz“ die Varianten des grünen GEG (Heizungsgesetz) des hochmotivierten Superministers für Wirtschaft und Umwelt der scheidenden Regierung tatsächlich wieder auf ein verständliches, bürgernahes Verfahren zurückschrauben oder sogar – wie von der CSU lautstark in die Heizungswelt hinausposaunt – komplett aus der Welt schaffen?
Das Wahlergebnis der Bundestagswahl 2025 war ja nun doch nicht so dolle positiv für die CDU/CSU, die mit dem Ziel ins Rennen ging, mit links mehr als 30% aller Wählerstimmen zu ergattern.
Tja, das erinnert mich spontan an den sprichwörtlichen Tiger, der sich zwischen Absprung und Landung unversehens in einen Bettvorleger verwandelt haben soll.
Nun feiert sich auch diese Partei als außerordentlich erfolgreichen Wahlsieger mit einem unglaublichen klaren Regierungsauftrag (wir haben nichts anderes erwartet) und muss letztlich doch – schon etwas kleinlauter klingend – mit einer Partei aus der abgewählten Vorgängerregierung zusammenarbeiten, die der kommende Politstar bis zum Wahltag regelrecht verteufelt betitelt und für komplett unfähig erklärt hatte.
Mir wäre das hochgradig peinlich.
Aber davon abgesehen, was passiert nun eigentlich tatsächlich in den deutschen Heizungskellern?
Müssen wir warten? Etwa lange?
Wird erst die Bundeswehr ertüchtigt, werden die Schienen der Bundesbahn erneuert, die Straßen repariert, die Bildung gefördert, das Bürgergeld gestutzt, die Ukraine mit Geld versorgt? Sind die Kindergärten, das Pflegepersonal, Feuerwehren, Polizei und Rettungsdienste auch diesmal wieder die Letzten?
Wir werden abwarten müssen. Wir kennen das. Das altbekannte Spiel der Politik.
Bis dahin bleiben die Betreiber alter und nagelneuer fossiler Heizungsanlagen genauso in der Schwebe wie die Anbieter der vom Staat hochsubventionierten Wärmepumpen, die ohne den Zuschuss, den sie den Bürgern über utopisch hohe Rechnungen abknöpfen, offenbar nicht zu Rande kommen (so die in höchsten Tönen jammernden Stimmen selbsternannter Experten aus der Klimaindustrie und Heizungsbranche, die um die Fortsetzung des wahrhaft üppigen Geldregens flehen und sich gar nicht vorstellen, wieder realistisch kalkulieren zu müssen. Manche müssen es ja sowieso erst lernen).
Ich hoffe, dass es so kommt wie ursprünglich einmal angedacht und den Bürgern von der gescheiterten Fortschrittskoalition in höchsten Tönen schmackhaft gemacht: Die Haushalte müssen sich klimafreundlich ausrichten und bis zu einem bestimmten Termin (es hieß einmal 2030/2033) ihre Kilowattstunden Heizungsenergie auf ein bestimmtes Maß reduzieren. Wie der einzelne Bürger dies schafft, dass sei ihm überlassen. Energieberater stünden ihm dabei zur Seite.
Aber auch hier hieß es, die Kosten der Energieberater würden zu 3/4 vom Staat gefördert. Ergebnis: Sofort explodierten die Honorarforderungen dieses Berufsstandes.
Hoffentlich wird es endlich klarer, verständlicher und preiswerter (wie in unseren Nachbarländern, die ohne diese irrsinnige Verschwendung von schwer erarbeiteten Steuergeldern viel, viel besser klarkommen als wir).
Etwas von meiner Hoffnung, die auf einem gerüttelt Maß an Ungewissheit balanciert, aber viel deutlicher und besser formuliert ausgedrückt wird, können Sie im Onlinebericht
https://www.wa.de/wirtschaft/kuenftige-koalition-das-koennen-haushalte-vom-neuen-heizungsgesetz-unter-merz-erwarten-cdu-spd-93595532.html
von heute nachlesen.
Für WA geschrieben hat diesen Amy Walker, die sich schwarz auf weiß auf Wortgewandtheit besser versteht als ich und deren Beiträge ich allzu gern lese.
Zur Erinnerung
„Union will nach Wahlsieg zehn Ampel-Gesetze rückgängig machen“
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/union-will-nach-wahlsieg-zehn-ampel-gesetze-r%C3%BCckg%C3%A4ngig-machen/ar-AA1ujJSI?ocid=hpmsn&cvid=6c043796700c4918939c67646ce71807&ei=19
Zur Erinnerung
„Attacke gegen Habeck – Bauministerin will Heizungsgesetz „grundsätzlich reformieren“
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/attacke-gegen-habeck-bauministerin-will-heizungsgesetz-grunds%C3%A4tzlich-reformieren/ar-AA1unxkh?ocid=hpmsn&cvid=b5274c5cfd2949a6934a36d5a63c0fd5&ei=173
Foto: Envato