Heizung nachts ausschalten – sinnvoll oder nicht?
Im Winter läuft die Heizung in vielen Haushalten auf Hochtouren. Angesichts steigender Energiekosten stellt sich jedoch die Frage: Wie kann man effizient heizen? Sollte man die Heizung nachts komplett ausschalten?
Auch wenn es zunächst nach einer Einsparmaßnahme klingt, raten Expert:innen davon ab. Kalte Temperaturen in der Nacht lassen Wände und Decken auskühlen, wodurch das Risiko für Schimmelbildung steigt.
Zudem benötigt die Heizung morgens deutlich mehr Energie, um die Räume wieder aufzuheizen – was am Ende sogar höhere Kosten verursachen kann.
Die beste Lösung: Temperatur nachts senken
Statt die Heizung auszuschalten, empfiehlt es sich, die Raumtemperatur nachts um drei bis vier Grad abzusenken. Für einen erholsamen Schlaf sind 16 bis 18 Grad Celsius ideal. Laut der Verbraucherzentrale Verivox kann bereits eine Reduzierung um ein Grad den Energieverbrauch um etwa sechs Prozent senken.
Die richtige Heiztemperatur für verschiedene Räume
Wohnräume: Das Umweltbundesamt empfiehlt eine konstante Temperatur von 20 Grad Celsius (entspricht etwa Stufe 3 auf dem Thermostat). Nachts oder bei längerer Abwesenheit kann die Temperatur auf 15 Grad gesenkt werden.
Küche: Hier reichen bereits 18 Grad, da Kühlschrank, Herd und andere Geräte zusätzliche Wärme abgeben.
Schlafzimmer: Für eine angenehme Nachtruhe sind 16 bis 18 Grad optimal. Der Thermostat sollte daher maximal auf Stufe 2 eingestellt werden. Wichtig ist, das Schlafzimmer auch nachts leicht zu beheizen, um ein starkes Auskühlen zu vermeiden.
Mit diesen Tipps kannst du Heizkosten sparen und gleichzeitig für ein angenehmes Raumklima sorgen.