Wechseln die USA tatsächlich mit wehenden Fahnen die Seiten?
Politik ist nicht DAS THEMA dieses Online-Treffs, aber die unangenehmen Bauchgefühle, welche durch die gestern zum Ausbruch gekommene Metamorphose unseres „US-Langzeitpartners“ gerade hervorgerufen werden, drücken sich auf jeden Fall in unserer Zukunft aus. Unser Alltag, unsere Gesellschaft, unser tatsächliches Zusammenleben, unsere bisherige Spendenbereitschaft, unser zukünftige Wirtschaftshilfe, die benötigten Rohstoffe, die Inflationsraten, der Wert des Euro, unsere Lebenshaltung + deren Kosten, unsere Wehrhaftigkeit, unsere ab jetzt zögerliche Bereitschaft in unsichere Zeiten zu investieren und ………; nicht zuletzt und hoffentlich zu erschreckend, das Verhalten unserer zukünftigen Regierungskoalition, werden uns lehren was da alles auf uns zukommt.
Deshalb möchte ich auf einen Artikel hinweisen, der sich thematisch direkt mit den Ursachen meines Bauchgefühls beschäftigt:
Die Frankfurter Rundschau hat mit dem Beitrag von ‚Sven Christian Schulz‘ meinem Empfinden nach den „richtigen Ton“ getroffen.
https://www.msn.com/de-de/politik/beh%C3%B6rde/die-vierte-macht-am-horizont/ar-AA1A5Sv6?ocid=BingNewsVerp
Einen kurzen Überblick auf den Inhalt stelle ich hier vor:
„Die geopolitische Landschaft Europas verändert sich rasant, insbesondere im Kontext des Ukraine-Konflikts. Nach einem turbulenten Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und der US-Regierung, bei dem Trump und sein Vize ihn aus dem Weißen Haus ausschlossen, zeigt sich eine Welle europäischer Solidarität für die Ukraine. Von den baltischen Staaten bis zur Biskaya äußern sich zahlreiche europäische Führer unterstützend, während Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán isoliert bleibt.
Orbán hat sich klar gegen die Mehrheit der EU-Staaten positioniert, indem er direkte Gespräche mit Russland fordert und einen EU-Sondergipfel zur Ukraine sabotieren will. Sein Widerstand steht im Kontrast zur überwältigenden Unterstützung, die die EU, angeführt von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas, für die Ukraine signalisiert. Kallas betont die Notwendigkeit eines starken europäischen Führungsansatzes angesichts der Herausforderungen.
Die EU plant ein umfangreiches Militärpaket zur Unterstützung der Ukraine und verfolgt die Stärkung ihrer Selbstverteidigungsfähigkeit. Ein bemerkenswerter Vorschlag von Marie-Agnes Strack-Zimmermann sieht vor, dass die Europäische Investitionsbank Anleihen für den Wiederaufbau der Ukraine herausgibt. Diese Initiativen stehen jedoch unter dem Schatten von Orbáns Veto, der eine klare Abgrenzung von der US-amerikanischen Politik fordert.
In der aktuellen Situation zeigt sich, dass die EU in der Lage ist, sich neu zu formieren und solidarisch zu handeln, auch wenn es innerhalb der Union unterschiedliche Ansichten gibt. Während kleinere, demokratische Formate entstehen, um effektive Maßnahmen zu ergreifen, wird Orbáns Einfluss zunehmend in Frage gestellt. Europa scheint bereit, ohne ihn neue Wege zu gehen und sich als vereinte Stimme auf der internationalen Bühne zu positionieren.“