Arbeitslose Fachkräfte,
die neben ihrer Stulle auch ihre Bewerbungsunterlagen im Gepäck haben.
Das Baugewerbe und das Kfz-Handwerk haben es im Augenblick schwer, mit der Wirtschaftslage klarzukommen und ihren Kundenstamm zu erweitern, geschweige denn, diesen zumindest zu erhalten. Die Nachrichten über einen schlechten „Geschäftslageindex“, stammen von Creditreform, die dieses Institut regelmäßig erhebt und dem Journalismus zur Veröffentlichung zur Verfügung stellt. Es geht bergab. Niedrige 46 Punkte erreicht das Handwerk heute (in 2024 sollen es gerade noch gerundet 48 Punkte gewesen sein).
Die Insolvenzen schätzt Creditreform auf ca. 4.350 und es sieht furchtbar nach Verschlimmerung aus. Die Aufträge gehen zurück, laufende Aufträge müssen abgebrochen werden, Kunden geht das Geld aus und Banken sind bei der Kreditvergabe sehr zögerlich. Wenn ein Kredit gewährt wird, dann zu „teuren Bedingungen“.
Auch dazu werden aktuell auf allen Medien Beiträge veröffentlicht. Früher, als es noch gemütlich vor sich ging, als es den ONLINE-Journalismus noch nicht gab und die „Gabriele“ zum täglichen Handwerkszeug des Reporters gehörte, nannte man so eine Nachrichtenflut „das Rauschen im Blätterwald“.
Ich habe mich zu dem Artikel des Nachrichtenportals „BADISCHE NEUSTE NACHRICHTEN“ entschlossen und biete Ihnen für diesen Beitrag den LINK in der nächsten Zeile an:
https://bnn.de/nachrichten/wirtschaft/schlechte-stimmung-und-immer-mehr-pleiten-im-handwerk
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Vor vielen Jahren haben wir mit ungeheurer Menge an Steuergeldern, einer verdammt hohen Schuldenaufnahme und Einkellerung toxischer Kredite, die Banken vor dem sicheren Ruin gerettet. Wo bleibt eigentlich deren Gegenleistung, auf die die Retter bestimmt einen Anspruch haben? Besteht diese vielleicht darin, dass die Verursacher des Dilemmas sich hohe Boni zahlten, weil es ihnen durch ihr Geschwätz „too big to fail (zu groß um zu scheitern)“ gelungen ist, unsere Regierenden zu erschrecken, um so ganz einfach an unser Geld zu gelangen und die bürgerfernen Geschäfte mit Kundengeldern zu neuen Blüten zu treiben?
Und jetzt? Sind unsere Handwerker etwa „zu klein, um gerettet zu werden (too smal to save)“?
was passiert denn nun mit Fachkräften einer insolventen Firma? Andere Handwerksbetriebe ächzen auch, haben ja ebenfalls zu wenig Aufträge für ihr Stammpersonal.
Die durch Insolvenz arbeitslos gewordenen Fachkräfte gehen also in die Industrie. Wohin denn sonst! Beispielsweise in die Rüstungsindustrie nach Unterlüss in Niedersachsen, zu Rheinmetall. Dort stehen gut ausgebildete Bewerber bereits in langen Warteschlangen vor den Personalbüros. Es werden ein paar hundert neue Mitarbeiter benötigt. Aber es bewerben sich tausende. Ubers Jahr sogar zigtausende (Statement/Interview ARD 12.03.).
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